
Etwas im Internet bestellen ist weit verbreitet und in der Regel unproblematisch. Doch es gibt leider auch unseriöse "Anbieter", die sich im Netz mit täuschend echt wirkenden sogenannten Fake-Shops präsentieren.
Die Verbraucherzentrale NRW bietet unter dem folgenden Link einen kostenlosen Fakeshop-Finder an, über den Informationen darüber zu bekommen sind, ob ein Internet-Angebot seriös ist oder nicht.
https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560
Dazu muss lediglich die Internet-Adresse des (vermeintlichen) Fakeshops eingegeben werden und man bekommt entsprechende Hinweise. Ob man den Shop dann nutzen möchte oder lieber nicht, entscheidet man natürlich letztendlich selber. Die nachfolgenden Ausführungen können einen ersten Einblick in die Problematik vermitteln.
Was ist ein Fakeshop?
Es soll in diesem Beitrag nicht darum gehen, grundsätzlich vor Bestellungen im Internet zu warnen oder gar Ängste zu diesem Thema zu schüren. Es geht vielmehr darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, um nicht auf den Fakeshop-Betrug hereinzufallen. Denn Wissen und kritischer Blick sind allemal besser als Panik und grundsätzliche Ablehnung.
Es gab und gibt schon immer Menschen, die mit Betrugsmaschen anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Und genau dafür werden heute Fakeshops genutzt. Fakeshops sind aber selbst für erfahrene Nutzerinnen und Nutzer kaum noch von richtigen Shops im Internet zu unterscheiden, denn sie sind - wie wohl die meisten Entwicklungen im IT-Bereich - über die Jahre immer professioneller geworden. Die Seiten sehen täuschend echt und ganz normal aus, werden aber schnell zur tückischen Falle, geht man nicht mit offenen Augen an eine Bestellung heran.
Leider gibt es auch immer noch genügend Leute, die drauf reinfallen, zumal die Seiten im Netz wirklich gut gemacht sind. Vor allem da die Angebote meistens sehr verlockend aussehen und schnell ist die kritische Distanz wieder vergessen. Bestellt man dennoch etwas auf der Seite, kommt die Ware aber niemals an. Anzeige erstatten ist zwar möglich und auch sinnvoll, doch das per Vorkasse bezahlte Geld dürfte man in aller Regel als "Lehrgeld" verbuchen können.
Nicht nur in technischer Hinsicht, auch auf wirtschaftlicher Ebene sind die Kriminellen heute gut informiert. Wenn z.B. besondere Schuhe, Spielekonsolen oder bestimmte Grafikkarten aktuell schwierig zu bekommen sind, werden diese eben auf dem Fakeshop angeboten. Nach Auskunft der Verbraucherzentrale werden Fake Shops sogar auch im Bereich rezeptpflichtiger Arzneimittel genutzt, denn dort scheint besonders viel Geld zu holen zu sein.
Was können erste Hinweise für einen Fakeshop sein?
Die Alarmglocken sollten auf alle Fälle läuten, wenn die Ware, die man schon lange sucht aber nirgendwo verfügbar ist, in diesem Shop plötzlich doch zu haben ist. Wenn dann das Wunschteil auch zu noch einem wesentlich nierigeren Preis zu haben ist als üblicherweise, sollte man sich die zentrale Frage stellen: "Kann das eigentlich wirklich sein?“. Doch leider stellen sich die Anzeichen nicht immer so klar und deutlich dar, denn sie werden oft sehr geschickt von den Kriminellen getarnt. Die Zeiten, wo man mit einem Blick auf Rechtschreibung und Satzbau bereits gut ausgerüstet war, sind mittlerweile überwunden. Dennoch findet man Indizien, die zwar sehr nützlich aber auch nicht zu 100% sicher sind:
- Auffällige Internetadresse
- (Un)Sichere Zahlungsweise
- Auffallend günstiger Preis
- Falsche Gütesiegel
- Kundenbewertungen
- Fehlende AGB und Impressum
Was tun, wenn man unsicher ist?
Nach langem Suchen hat man nun endlich einen Shop im Netz gefunden und möchte wirklich gerne etwas bestellen. Aber man traut "dem Laden" vielleicht doch nicht so ganz. Hier kann der Fakeshop-Finder möglicherweise weiter helfen.
Mit diesem im Netz verfügbaren kostenloses Portal der Verbraucherzentrale NRW können Shops über die sogenannte URL überprüft werden. Die URL ist die Internetadresse, über die der Shop im Netz zu erreichen ist, also die Adresse, die im Browser wie z.B. Firefox eingegeben wird. Die Software wurde entwickelt, um schnell ermitteln zu können, wie verdächtig ein Online-Shop ist. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Bei der Anwendung erhält man folgende Auskünfte:
- eine Einschätzung zum Online-Shop
- eine Auflistung von technischen Merkmale, die auf Fakeshops hinweisen könnten
- Auskunft über bereits vorhandene Bewertungen in bekannten Portalen
Der Fakeshop-Finder kann über die folgende Adresse erreicht werden. Dort gibt man in einem kleinen Feld die Adresse des (vermeintlchen) Fakeshops ein und bekommt die entsprechenden Hinweise. Ob man den Shop dann nutzen möchte oder lieber nicht, entscheidet man natürlich letztendlich immer noch selber.
https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560

